Online Recruiting: So werden Ihre Jobs im Internet gefunden

Sabine Pekasch Marketing und Public Relations (PR)

Das Personal ist ein sehr wichtiger Bestandteil von Unternehmen. Ohne passende Mitarbeiter kann ein Unternehmen und seine Arbeitsprozesse nicht funktionieren. Zum Zweck der Mitarbeitergewinnung werden oft traditionelle Wege genommen, das Potenzial des Online Recruitings wird dabei aber oft nicht ausreichend genutzt. Wichtig beim Online Recruiting ist, dass Sie sich in die Rolle des Arbeitssuchenden hineinversetzen. Wie würden Sie nach geeigneten Stellen suchen? Die Antwort auf die Frage wird größtenteils heißen: Im Internet!

Wie Arbeitssuchende Ihre Stellenausschreibungen finden? Google!

Die erste Anlaufstelle im Internet stellt meist die Suchmaschine Google dar. Laut Statista kam Google im Juli 2019 auf einen Marktanteil von durchschnittlich rund 90 Prozent, wobei der Internetriese vor allem bei der Websuche über mobile Endgeräte mit rund 91,5 Prozent unangefochtener Marktführer ist. Stellen Sie sich also vor, ein potenzieller Bewerber sucht bei Google gezielt nach einer Stelle – was genau würde er suchen?

Die passende Stellenbezeichnung

Bei der Google-Suche wird nach den Wörtern Job und Grafikdesigner gesucht. Dabei soll dargestellt werden, wie viele verschiedene Möglichkeiten es gibt um das Berufsfeld zu bezeichnen.

Neben Grafikdesigner gibt es für das Berufsfeld auch die Bezeichnungen: Mediengestalter, Corporate Designer, Webdesigner, Creative Designer, Kommunikationsdesigner und viele mehr.

Sie denken, die Stellenbezeichnung ist nicht relevant für die Auffindbarkeit der Stellenanzeigen im Internet? Falsch gedacht! Wenn es um die Auffindbarkeit von Stellenanzeigen geht, geht es vor allem um die Suchmaschinenoptimierung (SEO). Versetzen Sie sich in die Rolle des Jobsuchenden und überlegen Sie sich, welche Stellenbezeichnung wirklich gesucht wird. Wenn Sie Glück haben gibt es feste Berufsbezeichnungen, wie beispielsweise der des Bürokaufmanns bzw. der Bürokauffrau. Bei den meisten Berufen ist es aber tatsächlich so, dass die Berufsbezeichnungen nicht eindeutig sind.
Nehmen wir als Beispiel den Grafikdesigner. Weitere Synonyme können z. B. sein: Mediengestalter, Corporate Designer, Webdesigner, Creative Designer, Kommunikationsdesigner und viele mehr. Oft üblich sind zudem einfach Stellenbezeichnungen mit konkreten Abteilungen, wie zum Beispiel der „Mitarbeiter Marketing und Kommunikation“. Wichtig beim Online Recruiting ist es also, sich in die Rolle der Arbeitssuchenden hineinzuversetzen: Welche Stellenbezeichnung wird von der Zielgruppe wohl am meisten gesucht?

 

Jobbörsen und Google for Jobs

Google Suchergebnisse bei "Job Grafikdesigner"

Google Suchergebnisse bei „Job Grafikdesigner“.

Zugegeben: Es ist sehr schwierig bei der Google-Suche an den gängigen Karriere-Netzwerken (Indeed, Stepstone, Monster, ect.) vorbei zu kommen. Wenngleich auch Google selbst mit „Google for Jobs“ seine Suchmaschine um die Job-Suche ausgeweitet hat. Bei Google for Jobs handelt es sich nicht um eine Jobbörse, auf der man als Unternehmen Stellenanzeigen schalten kann (wie Indeed, Stepstone, uvm.), sondern um eine Erweiterung der Google-Suche. Google durchforstet dazu Stellenportale und Jobplattformen, trägt die Informationen der Stellenausschreibungen zusammen und gibt sie anschließend in der Such-Box wieder. Generell sollte man versuchen, mit seinen Stellenangeboten auf der ersten Suchergebnisseite zu landen: dann erhöht sich dementsprechend die Wahrscheinlichkeit, dass auf die Website zugegriffen wird und damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass das Online Recruiting erfolgreich ist.

 

Der Karriere-Bereich auf der eigenen Website

Auch wenn es schwierig ist, sich bei Google vor den großen Jobbörsen zu positionieren, ist der Aufbau eines Karriere-Bereichs auf der eigenen Website von großer Bedeutung. Dabei sollte man nicht nur eine zentrale Karriereseite, sondern eigenständige Seiten erstellen, die sich mit einzelnen Abteilungen bzw. Stellen befassen. Auf diesen sogenannten „Landingpages“ können Sie spezifische Informationen zu einer Stelle aufführen. Der große Vorteil: Der Jobsuchende findet gebündelt alle relevanten Informationen, die ausschließlich für ihn bestimmt sind. Die Erstellung von Landingpages für das Online Recruiting macht vor allem dann Sinn, wenn Sie für die gleiche Stelle häufig neue Mitarbeiter einstellen, zum Beispiel bei regelmäßig ausgeschriebenen Praktikumsstellen.

Fazit: Je vielfältiger Sie sich beim Online Recruiting aufstellen, desto besser!

Mit diesen einfachen Schritten findet Sie Jobsuchende garantiert den Weg zu Ihrer Stellenausschreibung. Zusätzlich gibt es natürlich auch die Möglichkeit der klassischen Jobbörsen, bei denen man gezielt Stellenanzeigen schalten kann, oft aber auch etwas kosten. Der Aufbau eines eigenen Karriere-Bereichs ist also beim Online Recruiting nicht zu vernachlässigen. Durch spezifische Landingpages können Sie Ihre Stellenanzeigen für Ihre Zielgruppen optimieren und haben dabei alle Gestaltungsfreiheiten. Wichtig bei beiden Wegen ist aber: Versetzen Sie sich in die Rolle der Jobsuchenden!

Sabine Pekasch ist eLearning Spezialistin M.A. und Online Marketing Managerin (IHK). Für die Business Academy Ruhr ist sie für die Pflege und didaktische Weiterentwicklung des eLearnings zuständig.