Social Media Redaktionsplan für KMU

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In der Zeit der Digitalisierung ist mittlerweile fast jedes Unternehmen in den sozialen Medien vertreten, um z.B. den Kundenkontakt zu fördern oder über neue Produkte zu informieren. Meistens überlegt man sich häufig erst spontan, was zu einem beliebigen Thema gepostet werden soll. Das ist aber oft die falsche Herangehensweise, denn dadurch kann es schnell passieren, dass mehrere Tage oder Wochen nichts gepostet wird. Damit läuft man schnell Gefahr und droht bei den Followern in Vergessenheit zu geraten.

Die einfache Lösung der Probleme: Mit einem Redaktionsplan die Social Media Kanäle richtig vorbereiten. Klingt einfach – ist es nämlich auch, dafür aber genauso effektiv!

Was ist überhaupt ein Redaktionsplan?

Unter einem Redaktionsplan versteht man eine Liste, häufig in der Form eines Kalenders, in der festgehalten wird, welcher Inhalt an welchem Tag gepostet wird. Das kann in digitaler Form, für alle Mitarbeiter zugängig sein oder in ausgedruckter Form beispielsweise an der Wand im Büro hängend. Man ist völlig flexibel, welche Kategorien der Redaktionsplan enthalten soll und kann diesen beliebig erweitern.

Meistens ist ein Unternehmen nicht nur auf einem Kanal vertreten, wodurch es sich anbietet entweder alle Kanäle in einem Plan festzuhalten oder für jedes Netzwerk einen gesonderten Plan zu erstellen. Man sollte bei der Wahl zunächst Posting-Tage festlegen, wodurch man erkennen kann, ob sich die Tage der verschiedenen Kanäle überschneiden. Wenn eine Überschneidung vorliegt, ist es empfehlenswert die Redaktionspläne in getrennten Übersichten darzustellen.

Welche Inhalte sollte mein Redaktionsplan enthalten?

Bei der Wahl der Kategorien des Redaktionsplans ist jedes Unternehmen völlig flexibel. Empfehlenswert ist allerdings die Form eines Kalenders zu wählen, wodurch die Posting-Tage deutlich werden, aber auch die freien Tage. Dadurch kann man genügend Zeit zum Planen des Contents an den freien Tagen einplanen.

In dem Kalender kann man dann weitere Spalten einfügen, in denen beispielsweise besondere Thementage oder Feiertage eingetragen werden, die man auf seinem Kanal aufgreifen möchte. Den Ändere-dein-Passwort-Tag, den Tag-der-verlorenen-Socke und viele weitere Thementage findet ihr bei „Deutschland feiert“. Als weiteres Kriterium kann man die Zuständigkeiten für die Posts in seinem Redaktionsplan festhalten. Bei einer Übersicht für mehrere Netzwerke kann man hierbei gut definieren, welcher Mitarbeiter für welchen Kanal einen Post vorbereiten sollte. Dazu kann man eine Kategorie mit dem Thema, welches veröffentlicht werden soll erstellen oder sogar eine Spalte, indem man den Beitrag schreibt, sodass man ihn nur noch kopieren und veröffentlichen muss.

Damit man noch mehr Zeit sparen kann und sich selbst besser organisieren kann ist es hilfreich sich Deadlines zu setzen, bis wann ein Post fertig sein soll. Dies bietet sich beispielsweise als Teilzeitkraft an, wenn man nicht jeden Tag im Büro ist. An dieser Stelle kann man sich auch seine Bürotage in den Redaktionsplan eintragen. Aber auch als Vollzeitkraft wird der Arbeitsalltag durch die gesetzten Deadlines erleichtert und es droht nicht die Gefahr einen Social Media Beitrag zu vergessen.

Man kann in solch einem Plan allerdings nicht nur die Planung, Organisation und die Durchführung eintragen, sondern auch die Auswertung. Dort kann man in Form eines Monitorings festhalten, welche Beiträge gut laufen und welche eher weniger. Dadurch kann man seine zukünftigen Posts besser planen und auf die Follower abstimmen.

Vorteile eines Redaktionsplans für KMU

Die Organisation für die Betreuung von Social Media Kanälen wird durch einen Redaktionsplan deutlich vereinfacht. Der größte Vorteil dabei ist das Zeitersparnis. Es dauert erfahrungsgemäß länger sich spontan einen Beitrag aus den Fingern zu saugen, wenn man feststellt, dass länger auf dem zugeteilten Kanal nichts passiert ist. In einem Redaktionsplan hat man übersichtlich den geplanten Content dargestellt und dadurch sind auch die Zuständigkeiten definiert.

Man kann nach jedem veröffentlichen oder geplanten Beitrag, die Aufgabe in seinem Redaktionsplan abhaken oder andersherum, die Beiträge beispielsweise rot markieren, die noch fällig sind. Für KMU ist ein Redaktionsplan ein wichtiger Schritt, denn dadurch hat man einen geordneten Überblick über den Content seiner Social Media Kanäle  und auch über die erfolgversprechenden Beiträge.

 

Mehr zur Anwendung von Redaktionsplänen in Unternehmen, deren Nutzen und Vorteile lernen Sie in unserem Kurs des Social Media Managers (IHK). Dort werden Ihnen neben dem perfekten Konzept für Social Media Postings auch nützliche technische Informationen, wie die perfekte Zeit zum Posten, näher gebracht.