5 Tipps für Handel und Kleinunternehmen zu mehr Sichtbarkeit in Zeiten von Corona

Holger Rohde Online Marketing

Wie können Einzelhändler und die Gastronomie den Kunden erreichen, obwohl die Verkaufsräume oder das Lokal eigentlich geschlossen sind?
Sucht mich der Kunde im Internet und wenn ja, wo? Kreativität ist in der aktuellen Situation gefragter denn je, wir geben Hinweise für die Verbesserung der digitalen Sichtbarkeit im Internet und den sozialen Medien. Leider nutzen gerade jetzt viele kleine Unternehmen ihre Möglichkeiten nicht voll aus und versinken nahezu in der Sichtbarkeit.

 1. Homepage aktualisieren

Ergänzen Sie jetzt wichtige Informationen auf der Homepage, erklären Sie dabei ob der Kunde Sie noch erreichen kann und zu welchen Zeiten. Optimieren Sie dabei auch gleich die Sichtbarkeit durch Suchmaschinen wie Google oder geben Sie einen Sonder-Newsletter an Ihre Kunden heraus. Vielleicht ist gerade jetzt die richtige Zeit für einen Blog, auf dem Sie Ihre Kunden regelmäßig informieren. Wer kreativ ist, kann dies auch in Form von Videos (Vlogs) machen oder sogar “Live” gehen.

 2. Google-MyBusiness-Eintrag anpassen

Google hat für nahezu alle Unternehmen einen eigenen MyBusiness-Eintrag angelegt, den es in der Suche mit anzeigt. Ändern Sie hier unbedingt auch die Öffnungszeiten und andere Angaben, damit es nicht zu missverständlichen Informationen mit dem Kunden kommt. Mit einem speziellen “Convid19”-Update können Sie dort auch auf besondere Aktionen hinweisen und dies sogar täglich anpassen.

 3. Beteiligung an Gemeinschaftsaktionen

Viele Städte, Marketingverbände oder regionale Branchen-Initiativen haben bereits spezielle Webseiten oder Facebook-Gruppen eingerichtet, auf denen sich Kunden und Händler austauschen und gegenseitig informieren können. Nutzen Sie diese Plattformen und treten Sie hierüber mit den Kunden wieder in Kontakt. Sogar an Shop-Systemen können sich Händler beteiligen, auch wenn sie bisher keinen eigenen Shop haben. Allerdings sollten dabei die Warenwirtschaft und die Logistik besonders beachtet werden, es braucht einige Zeit bis sich alles einspielt. 

 4. Soziale Netzwerke nutzen für mehr Sichtbarkeit

Viele Händler verzichten aktuell auf neue Beiträge in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram, weil sie es oft als reinen Verkaufskanal betrachten. Doch gerade in der aktuellen Situation freut sich der Kunde auf Neuigkeiten von “seinem” Händler und über die Informationen, welche Alternative er zum klassischen Verkauf im Laden er anbieten kann. Oft fragt der Kunde dort auch nach, wer noch etwas liefern kann oder wo eine Abholung möglich ist. 

5. Online-Werbung schalten

Auch wenn es zunächst widersinnig erscheint, verzichten Sie nicht auf Werbung (Ads) in Suchmaschinen oder auf sozialen Netzwerken. Große Onlineanbieter werben gerade jetzt unbeirrt weiter und werden dem Kunden dann vorrangig angezeigt, wenn die Sichtbarkeit der regionalen Anbieter gleichzeitig weniger wird. Auch wenn Sie aktuell geschlossen haben, bewerben Sie z. B. Gutscheine oder  Leistungen, die Sie notfalls erst später erbringen, die der Kunde aber heute schon solidarisch bei Ihnen erwerben kann. Die Zahlungsabwicklung können dabei spezielle Plattformen übernehmen, wenn Sie selbst keine Zahlungsabwicklung anbieten können oder wollen.

Holger Rohde ist als Geschäftsführer der Business Academy Ruhr verantwortlich für die betriebswirtschaftliche Abwicklung und leitet die Agentur. Als Social Media Experte gibt er sein Wissen häufig in In-House-Schulungen und als Speaker weiter.