Bilder SEO: 5 Dinge, die es zu beachten gilt

Anna Carla Springob Marketing und Public Relations (PR), Online Marketing, Online Redaktion

Bilder-SEO für das Online-Marketing

Online Marketing bedeutet auch Bilder-SEO

Schon einmal von Bilder SEO gehört? Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist inzwischen das Handwerkszeug aller Inhalte-Ersteller für das Internet. Bilder spielen im Internet eine immer größere Rolle: „Ein Bild sagt eben mehr als tausend Worte!“. Doch was müssen Sie bei Ihren Bildern beachten, damit sie die Suchmaschinenoptimierung unterstützen?

Suchmaschinen können zwar grundlegende Informationen direkt aus dem Bild extrahieren, zum Beispiel die bilddominierende Farbe, hauptsächlich nutzen sie jedoch den Umweg über sprachliche Beschreibungen des Inhalts – so wie ihn auch die Nutzer beim Eingeben ihrer Suche in Sprache gehen müssen.

1. Die Dateigröße

Bilder SEO beginnt bereits vor dem Hochladen auf die Webseite: Zuerst sollte das Bild komprimiert werden. Durch die kleinere Dateigröße kann somit die Ladezeit der Webseite verkürzt werden. Insbesondere bei steigender mobiler Nutzung kosten lange Ladezeiten die Webseite Besucher.

2. Der Dateiname

Die Datei muss aussagekräftig benannt werden. Ist auf einem Bild also eine Birke zu sehen, sollte die Datei birke.jpg und nicht kryptisch IMG20170328_1456.jpg heißen, wie Google bereits 2006 in seinen „Image publishing guidelines“ betont hat.

 

3. Der umgebende Fließtext

Beispiel für eine Verknüpfung von Text und Grafik

Google unterstellt eine Verbindung zwischen Grafik und Text

Google geht davon aus, dass das Bild den Text bebildert. Zu Irritationen beim User kommt es immer dann, wenn es zu einer sogenannten Bild-Text-Schere kommt: Das Bild enthielte also nicht die erwartete Birke, sondern Schafe auf einem norddeutschen Deich. Google hätte hier jedoch vom umgebenden Text über Birken auf den Bildinhalt geschlossen.

4. Metaangaben im HTML-Code

HTML-Metatags werden nicht in der visuellen Oberfläche des Browsers angezeigt, sondern primär nur im sogenannten Quelltext. Sämtliche dieser Metadaten lassen sich mithilfe von Content Management Systemen (CMS) auch ohne HTML-Kenntnisse durch wenige Klicks und das Ausfüllen von Formularfeldern erstellen.

1. Das alt-Tag

Dieser Text wird angezeigt, wenn das Bild z.B. aufgrund einer langsamen Internetverbindung nicht angezeigt werden kann. Außerdem dient es der Barrierefreiheit auf der Webseite: Er wird bei Nutzern mit Bildschirmlesegeräten vorgelesen.

<<img src="URL" alt="Beschreibung">>

Google selbst hebt in seinen „Image publishing guidelines“ die Wichtigkeit eines gut formulierten alt-Tags hervor. Dieser sähe z.B. so aus:

<<img src="katze.jpg" alt="junge Katze spielt mit einem Ball">>

Das alt-Tag darf jedoch nicht zum „keyword stuffing“ missbraucht werden. Durch eine künstliche Worthäufung wird so der Suchmaschine vorgetäuscht, dass es in dem Bild tatsächlich um dieses Suchwort geht:

<<img src="katze.jpg" alt="Katze Kater Kätzchen süß Siamkatze Kartäuserkatze norwegische Waldkatze günstiges Futter preiswerte Zuchtkatze">>

„Keyword stuffing“, also das wahllose Verschlagworten mit Keywords, wird von Google als Spam angesehen und das Suchergebnis dementsprechend abgewertet.

2. Das title-Tag

Das title-Tag ist nicht ganz so wirkmächtig wie das alt-Tag: Mit ihm gibt man dem Bild eine eigene Überschrift. Sobald die Maus über das Bild fährt öffnet sich diese als Tooltip. Außerdem wird auch der title-Tag von Bildschirmlesegeräten vorgelesen, weshalb er auch besser nicht wortgleich mit dem alt-Tag ist:

<<img src="URL" alt="Beschreibung" title="Beschreibung">>

3. figure- und figcaption-Tags

Mit HTML5 kommen außerdem noch die figure- und figcaption-Tags hinzu: Mit dem figure-Tag verbindet man eine Grafik mit der zugehörigen Beschriftung (Bilduntertitel / Legende), die mithilfe des figcaption-Tags festgelegt wird:

<<figure>

<img src="URL">

<figcaption>Bilduntertitel</figcaption>

</figure>>

5. EXIF-Daten

Die durch die meisten Kameras gespeicherten sogenannten EXIF-Daten werden in einer besonderen JPEG-Form hinterlegt: Sie ermöglichen die Speicherung zusätzlicher Bildinformationen, z.B. zum Autor, zur verwendeten Kamera, das Datum der Aufnahme oder den GPS-Standort des Bildinhaltes.

Folgt man Googles Peter Linsley (2009), so werden in der „reinen“ Google-Bildersuche vermutlich die EXIF-Daten zur Durchsuchbarkeit der Bilder hinzugezogen. Für die allgemeine Google-Suche findet sich nur eine sehr schwammige Aussage des führenden Suchmaschinen-Mitarbeiters Matt Cutts (2014): „Wir behalten uns das Recht vor, es als potentiellen Ranking-Faktor zu nutzen“.

Fazit

Lassen Sie das Potential der Bilder SEO nicht links liegen! Barrierefreiheit im Netz ist ein großes Thema – und Google mag barrierefreie Angebote, da es selbst quasi blind ist. Also helfen Sie Google und Ihren Besucherinnen und Besuchern, Ihre Bilder zu entdecken. Verstärken Sie damit Ihre allgemeinen SEO-Bemühungen, schließlich dienen Bilder und Grafiken in allen Beiträgen immer der Veranschaulichung Ihres Themas.

 

Dieser Beitrag wurde geschrieben von einer ehemaligen Mitarbeiterin der Business-Academy-Ruhr.

Anna Carla Springob ist Medienwissenschaftlerin M.A. sowie Social Media Managerin Advanced (IHK). Für die Business Academy Ruhr arbeitet sie in den Bereichen Online Redaktion und Social Media: Sie schreibt für den Corporate-Blog und koordiniert die Artikel ihrer Kolleginnen und Kollegen. Außerdem entwickelt sie für Agenturkunden Social-Media- und Kommunikationsstrategien. Sie bringt hierbei langjährige Erfahrungen aus der Öffentlichkeitsarbeit und dem Social Media Marketing einer großen Non-Profit-Organisation ein.