Pinterest bietet neue Verifizierung für den Einzelhandel an

Holger Rohde Social Media Tools

Viele betrachten Pinterest immer noch als eine Art Foto-Leinwand. Tatsächlich ist es aber inzwischen viel mehr geworden. Es mausert sich zu einer Art Verkaufsplattform für den Ein, die oft von Händler unterschätzt wird und dabei doch sehr die viele Funktionsmöglichkeiten hat, die für den Online-Verkauf wichtig sein können. Ein eigener Shop oder zumindest ein Marketplace bei einer Verkaufsplattform ist allerdings noch immer die Voraussetzung. 

Pinterest Ads:

Pinterest Ads Funktion im Überblick.

Anders als man es von Facebook oder Google gewohnt ist, lassen sich in Pinterest relativ schnell und einfach Anzeigen schalten. Es genügt in aller Regel schon, ein passendes Bildmotiv, eine Zielgruppe, ein Budget und ein Zeitraum festzulegen. Mehr Angaben braucht es gar nicht, um erste erfolgreiche Anzeigen schalten zu können. 

Zusätzlich hat Pinterest in bereits die Angaben zu Conversions stark verbessert. Sowohl bezahlter als auch organische Beiträge lassen sich nun besser messen. Des Weiteren verspricht Pinterest eine schnellere Aktualisierung der Kataloge, das heißt neue Bilder werden schneller angezeigt und auch dem Besucher passend vorsortiert. 

Verifiziertes Händlerprogramm:

Neu aufgenommen wurde auch ein sogenanntes verifiziertes Händlerprogramm. Dabei können sich die Unternehmen einer manuellen Prüfung unterziehen. Insbesondere geht es um die Abwicklung von Bestellungen, den Umgang mit Reklamationen und um weitere allgemeine Qualitätskriterien.

Händler können sich ab sofort für dieses Programm anmelden und bekommen bei erfolgreichem Durchlauf ein Prüfsymbol (ein Haken ähnlich wie bei verifizierten Twitter-Konten) in ihrem Konto angezeigt. Dieser ermöglicht es dem Kunden, bei einem geprüften Händler mit mehr Vertrauensvorschuss einkaufen zu wollen. Die Anmeldung erfolgt hier: https://business.pinterest.com/de/verified-merchant-program

Besseres Retargeting:

Ebenfalls verbessert haben, will Pinterest das Retargeting, also ein Kunde hat sich ein Produkt bereits einmal angeschaut oder vielleicht sogar in den Warenkorb gelegt, aber bisher nicht gekauft. Nun wird er wiederholt auf diese Art von Anzeigen hingewiesen. Gleichwohl soll dem Händler in der Anzeigenschaltung die Möglichkeit gegeben werden, genau diese Retargeting Kunden besonders anzusprechen. Selbstverständlich muss man an dieser Stelle abwarten, für welche Art von Produkten es besonders bevorzugt  eingesetzt werden kann. Sicherlich wird es auch Produktgruppen geben, die sich weniger gut für ein Retargeting eignen, z. B. bei zeitlich begrenzten Abverkäufen und saisonalen Produktgruppen.

Pinterest wird für die Zukunft mit vielen weiteren neuen Funktionen ausgestattet, die es als direkte Werbeplattform für den Handel ganz besonders attraktiv machen wird.
Natürlich sind doch weiterhin bei Pinterest alle Produkte im Vorteil, die sich besonders durch Form, Farbe, Design oder andere besondere Merkmale auszeichnen lassen. Für einfachste Massenprodukte oder Dienstleistungen ist es vielleicht nicht der richtige Verkaufskanal aber selbst hier kommt es auf einen Versuch an.

Holger Rohde ist als Geschäftsführer der Business Academy Ruhr verantwortlich für die betriebswirtschaftliche Abwicklung und leitet die Agentur. Als Social Media Experte gibt er sein Wissen häufig in In-House-Schulungen und als Speaker weiter.