3 Tipps für den Einsatz von Videokonferenz-Systeme und Webinare

Sabine Pekasch Weiterbildung

In Zeiten der Corona-Pandemie wächst die Bedeutung von Videokonferenzen, nicht nur für Privatpersonen, sondern vor allem auch für Unternehmen. Videokonferenz-Systeme werden zum zentralen Kommunikationswerkzeug und ermöglichen einen digitalen face-to-face Austausch zwischen Mitarbeitern. In der Bildung sind Videokonferenzen oder auch Webinare genannt, bereits seit Jahren zentraler Bestandteil von Online-Lernprozessen. Dabei unterscheidet sich jedoch durchaus die Qualität von Webinaren. Die große Frage ist, wie man ein Webinar erfolgreich gestalten kann.

 

Seit Jahren nutzen wir Videokonferenz-Tools in unseren Onlinekursen. In der Zeit haben wir verschiedene Tools nach ihrer Tauglichkeit für unsere Zwecke getestet. Um ein Webinar jedoch erfolgreich zu gestalten, gibt es ganz grundsätzliche Tipps zu beachten, die in jedem Tool umsetzbar sind. Wir geben euch 3 Tipps:

Tipp 1: Technik-Voraussetzungen kommunizieren

Ein Leitfaden hilft, Grundlagen zu etablieren und bietet allen Mitarbeitern die Möglichkeit vergessenes noch einmal nachzulesen.

Ein Leitfaden hilft, Grundlagen zu etablieren und bietet allen Mitarbeitern die Möglichkeit vergessenes noch einmal nachzulesen.

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Teilnahme an einem Webinar ist eine funktionierende Technik. Beim Auftreten von technischen Problemen ist die Frust groß und die Schuld wird meist beim Tool gesucht. Fakt ist aber: fast immer sind Anwenderfehler ein Grund für individuelle technische Probleme: Das Headset wurde nicht erkannt, der Browser ist veraltet oder die eigene Internetverbindung ist nicht stabil. Deshalb empfehlen wir, konkrete Anleitungen für die Teilnehmer zu erstellen und ihnen diese zur Vorbereitung auf das Webinar zur Verfügung zu stellen. Hier kann man zum Beispiel erklären, welche Hardware, (System-) Voraussetzungen und Einstellungen vorhanden sein müssen. Viele Videokonferenzsysteme bieten zudem einen Systemcheck an. Diese wichtigen Informationen sollte man vor dem Webinar an die Teilnehmer kommunizieren, um Technik-Problemen vorzubeugen.

Tipp 2: Teilnehmer aktiv einbeziehen

Aktive Teilnahme ist in einem Online-Meeting wichtiger denn je – Die fehlende Gemeinschaftliche Runde kann sonst gerne zur Ablenkung verleiten.

Aktive Teilnahme ist in einem Online-Meeting wichtiger denn je – die fehlende gemeinschaftliche Runde kann sonst gerne zur Ablenkung verleiten.

Online-Seminare zeichnen sich meist dadurch aus, dass Dozenten ihre Präsentation halten und die Teilnehmer eher eine passive Rolle einnehmen. Die Teilnehmer sind zumeist ohne Bild und Ton mit dabei und der Dozent spricht regelrecht gegen eine Wand. Sowohl für den Dozenten, als auch für den Zuhörer ist das auf lange Zeit nicht sehr angenehm. Wir empfehlen deshalb, Webinare interaktiver zu gestalten, denn das steigert die Motivation und die Zufriedenheit der Teilnehmer. Die meisten Tools bieten vielfältige Möglichkeiten, Teilnehmer aktiv mit einzubeziehen. Selbstverständlich sollte es sein, dass sich Teilnehmer aktiv mit Bild und Ton dazuschalten können, um direkt mit dem Dozenten zu interagieren. Zusätzlich sollte man an geeigneten Stellen interaktive Elemente wie Umfragen integrieren, um die Aufmerksamkeit der Teilnehmer aufrechtzuerhalten. Ein sehr schönes spielerisches Element sind beispielsweise die sogenannten „Handzeichen“, die die Teilnehmer für ein Statement nutzen können. Beispiel: „Wenn ihr Vorwissen im Bereich Online Marketing habt, macht bitte den Daumen hoch“. Je interaktiver ein Webinar, desto besser.

Tipp 3: Ausweich-System einrichten

Vor allem in Zeiten der Corona-Krise hat sich gezeigt, dass auch die zuverlässigsten Videokonferenz-Systeme mal an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen kann. Ein Anzeichen dafür ist eine schlechte Verbindungsqualität bei allen Teilnehmern: Man hört und sieht nichts mehr und fliegt auch manchmal aus ganz dem Raum raus. Ist der Server des Anbieters überlastet, kann man also im schlimmsten Fall sein Webinar nicht mehr weiterführen. Deshalb empfehlen wir, ein weiteres Videokonferenz-Tool einzurichten. So kann man im Falle des Falles einfach das System wechseln und das Webinar doch noch weiterführen. Die technischen Voraussetzungen sind zum Großteil auf andere Systeme übertragbar, sodass ein Systemwechsel keine große Hürde darstellen sollte.

Fazit: Wenn man erfolgreiche Webinare durchführen will, muss sowohl die Technik, als auch die Methode stimmen. Das Stichwort hier lautet Transparenz: Je besser man seine Teilnehmer auf das Webinar vorbereitet, desto besser. Wir empfehlen sehr, die vielfältigen Möglichkeiten von Videokonferenzen auszunutzen und neue Methoden zu nutzen, um Webinare interaktiver zu gestalten.

Sabine Pekasch ist eLearning Spezialistin M.A. und Online Marketing Managerin (IHK). Für die Business Academy Ruhr ist sie für die Pflege und didaktische Weiterentwicklung des eLearnings zuständig.