Lerntipps: Das richtige Zeitmanagement – darauf kommt es an!

Christina Hölscher Online Kurse, Weiterbildung, Wissensmanagement

Lernen ist oft mit negativen Gefühlen behaftet. Gerade diejenigen, die zuletzt in der Schule oder Uni mit dem Lernen konfrontiert wurden, haben oft eher negative Assoziationen. Im Rahmen einer Weiterbildung, sind die Themen jedoch meist selbst ausgesucht und dementsprechend spannender, sodass die Motivation zum Lernen eher das geringere Problem ist. Jedoch wird auch bei hoher Motivation irgendwann eine Grenze erreicht, an der man sich eher durch die Inhalte schleppt und sich zum Weiterlernen zwingen muss. Damit dies nicht passiert und mehr Zeit für die Freizeit bleibt, finden Sie hier unsere Lerntipps für gutes Zeitmanagement bei der Weiterbildung.

Welche Vorbereitungen braucht gutes Zeitmanagement?

Eine Teilnehmerin sitzt am PC und holt sich Lerntipps für ihre WeiterbildungUnsere Weiterbildungen bestehen beispielsweise alle aus einem gewissen Anteil an Onlineübungen, sodass eigenständiges Lernen vorausgesetzt wird. Wie groß dieser Teil ist, hängt vom Kursformat (Vollzeit, Teilzeit oder Online) ab. Auf unserer Lernplattform sind sowohl grundlegende als auch weiterführende Informationen, sowie Aufgaben zu finden. Natürlich ist es verlockend, sich alle Informationen ausführlich durchzulesen und zusätzlich noch nach interessanten Informationen zu recherchieren, um das Wissen zu erweitern und zu festigen. So geht allerdings schnell der Überblick über die aufgewandte Zeit verloren, man wollte doch „nur mal schnell“ ein paar Dinge nachlesen und schon sind mehrere Stunden vergangen. Hier ist es sinnvoll, vobrereitende Informationen beispielsweise schon bei Wartezeiten zu lesen. Steht ein Arzttermin oder eine lange Fahrt mit der Bahn an? Dann lohnt sich der Blick in die Paper. So kann man zu Hause direkt mit den Aufgaben starten. Auch Recherche lässt sich in dieser Zeit gut betreiben.

Zur Vorbereitung des Lernens sollte ein klares Zeitfenster abgegrenzt werden. Dazu sollte zum einen abgeschätzt werden, wie viel Zeit für die Aufgaben gebraucht wird, aber auch wie viel Zeit realistisch vorhanden ist. Zu den Lerntipps gehört daher auch der Hinweis, den Tag bzw. die Woche durchzuplanen und zu gucken, wo Lücken zum Lernen sind. Wann ist der Einkauf erledigt, die Kinder im Bett und die Mails abgearbeitet? Der Vorteil an unserem System ist, dass die Aufgaben in einem gewissen Rahmen zeitunabhängig bearbeitet werden können. Ob morgens, mittags, abends oder nachts spielt keine Rolle.

Gute Lernbedingungen schaffen

Eine Kaffeetasse, ein Schreibblock und ein Stift stehen als Zeichen für die Darstellung wichtiger Lerntipps zum ZeitmanagementWurden entsprechende Zeitfenster zum Lernen festgelegt, sollten alle Ablenkungen eliminiert werden. Heißt: Smartphone ausschalten und keine sozialen Netzwerke öffnen, sofern sie nicht zur Bearbeitung der Aufgabe genutzt werden müssen. Die Aufgaben sollten priorisiert werden und nach Priorität abgearbeitet werden. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder wird von „leicht“ nach „schwer“ gearbeitet oder andersrum. Alternativ kann natürlich auch geguckt werden, welche der Aufgaben für die Praxis am wertvollsten ist.

Natürlich sollte auch der Arbeitsplatz gut vorbereitet und ordentlich sein. Alle Materialien sollten am Platz liegen, um Unterbrechungen vorzubeugen. Weitere notwendige Unterlagen sollten ebenfalls breitgelegt werden.

Während des Lernens sollte ein Wecker gestellt werden, sodass regelmäßige Pausen eingebaut werden können. Wie lang die „Arbeitsphasen“ dauern, muss individuell ausprobiert werden. Generell sind Zeiten zwischen 45 und 60 Minuten sinnvoll, spätestens nach 60 Minuten sollte dann eine (kurze) Pause eingelegt werden.

Pro Aufgabe sollte dann als erstes überlegt werden, ob das notwendige Wissen vorhanden ist oder ob noch Recherche notwendig ist. Hier ist wichtig, sich nicht nach dem Schneeballprinzip zu verzetteln. Es gibt immer weitere interessante und wichtige Themen. Jedoch sollte der Fokus auf den Themen liegen, die für die Bearbeitung der Aufgabe relevant sind. Alles andere kann nach Beendigung der Aufgaben in Angriff genommen werden – sofern dann noch Zeit dafür übrig ist.

Fazit unserer Lerntipps

Wer effizient lernen möchte, sollte darauf achten, sich nicht ablenken zu lassen. Eine gute Vorbereitung ist besonders wichtig. Hierzu zählt sowohl das Ausschalten von möglichen Quellen für die Ablenkung als auch eine gute Vorrecherche oder das Aneignen von fachlichen Informationen. Dazu können beispielsweise längere Wartezeiten sinnvoll genutzt werden.

Die Lernzeiten sollten im Vorfeld in den Tagesablauf integriert und fest eingeplant werden, sodass feststeht, wann und wie lange ungestört gelernt werden kann. Zu viel Perfektionismus ist beim Lernen ggf. eher hinderlich, da es oft ausreicht, die Aufgaben „gut“ zu bearbeiten. Bleibt danach noch Zeit übrig, kann diese in die Überarbeitung der Aufgaben gesteckt werden.

Schon gewusst? Eigenständige Internetrecherche und eigenständiges Erarbeiten von Themen gehört laut aktueller Erhebungen zu den beliebtesten Lernformen (vgl. z.B. Statista). Damit wird es umso wichtiger ein effektive Zeitmanagement umzusetzen und Lerntipps zu beachten, um dieses Lernen so effizient wie möglich zu gestalten.

Christina Hölscher ist Soziologin und Erziehungswissenschaftlerin (B.A.), M.A. in Erwachsenen- und Weiterbildung sowie Social Media Managerin (IHK) und Online Marketing Managerin (IHK). Für die Business Academy Ruhr arbeitet sie in den Bereichen eLearning, Qualitätsmanagement sowie im Projektmanagement.