Wer in der heutigen Zeit eine digitale Lösung für Arbeitsprozesse hat, ist gut aufgestellt. Das gilt nicht nur für  Unternehmen, die Homeoffice umsetzen, sondern auch für Bildungsanbieter. Präsenz-Unterricht ist bis mindestens zum 19.04.2020 nicht möglich. Was danach passiert, ist unsicher. Das heißt, dass man heutzutage entweder die Möglichkeit nutzt, seine Bildungsangebote digital anzubieten oder darauf wartet, dass Präsenz wieder möglich wird. Allerdings sind digitale Bildung-Angebote nicht nur eine “Not-Lösung” in Corona-Zeiten, sondern insgesamt eine sehr sinnvolle Ergänzung in der (Erwachsenen-) Bildung.

Online Kurse für neue Zielgruppen

Sich weiterzubilden war seit jeher eine gute Möglichkeit, berufliche Chancen zu verbessern. Bei reinen Präsenz-Angeboten war das jedoch für einige Zielgruppen schon immer schwierig: Menschen, die unregelmäßige Arbeitszeiten haben, wie zum Beispiel im Schicht-Dienst oder im Vertrieb. Für diese Berufsgruppen ist es nicht umzusetzen, dass sie sich zu regelmäßigen Terminen über einen längeren Zeitraum in Weiterbildungen begeben.

Ebenso für Alleinerziehende. Sie können häufig die Betreuung ihrer Kinder nur schwer für längere Zeiträume sicherstellen und melden sich dann nicht für Weiterbildungen an, die dies voraussetzen. Auch Menschen, die im ländlichen Raum leben, sind häufig nicht bereit, lange Anfahrtszeiten für eine Weiterbildung in Kauf zu nehmen. Diese Zielgruppen erreicht man jedoch mit online-Angeboten sehr gut.

Online Bildung zur Einbindung der Praxis

Für mich als Didaktikerin ist der Aspekt der Praxis-Übertragung von neuem Wissen seit jeher ein Thema. Präsenz-Unterrichts-Zeit ist immer knapp und Praxis-Aufgaben schlecht zu planen. Man weiß nie, wie lang eine Gruppe für etwas braucht. Das ist vor allem bei didaktisch nicht geschulten Lehrenden oft ein Problem. Ebenso fehlt es da häufig auch an Ideen, welche Praxis-Methoden existieren und gut passen würden. So verbleiben die meisten bei Unterrichts-Fragen, die dann durch die Antwort von einem oder zwei Teilnehmern “gelöst” sind.

Wie sinnvoll wäre es jedoch, wenn man sich erst nach dem Präsenz-Unterricht damit beschäftigen könnte, wie man die Inhalte in seinen Arbeits-Alltag übersetzt? Und dann dazu noch eine Rückmeldung erhalten würde. Das ist meines Erachtens der große Mehrwert digitaler Lernlösungen. Denn hier kann man die Praxis-Übertragung sehr gut vom Präsenz-Unterricht entkoppeln.

Das sind nur zwei Gründe, die verdeutlichen, dass digitale Bildungs-Anteile keine Not-Lösung für Krisen-Zeiten sind, sondern sinnvolle Bestandteile des Standard-Bildungsprogramms sein sollten. Wie kann man so etwas langfristig in das eigene Bildungsangebot übertragen?

Digitale Bildungsanteile integrieren

Zentral ist immer die Frage nach einem optimalen Lern-Szenario. Also die Vorstellung davon, wie Lernen so gestaltet werden kann, dass es gut funktioniert.

Digitales Lernen erfährt zwar in Corona-Zeiten an Bedeutung, sollte jedoch nicht als “Alternativ-Lösung” zur Präsenz gesehen werden, denn damit bleibt es weit hinter seinen Potenzialen zurück. Bildungsträger tun vor allem aus didaktischen Gründen gut daran, ihr Bildungsangebot auf virtuelle Wege auszuweiten. Wenn Sie Unterstützung bei der Entwicklung ihrer digitalen Bildungsausweitung benötigen, sprechen Sie uns gern an. Wir beraten, helfen bei der Umsetzung oder schulen Sie oder Ihr Team.